Wie bekommt man mehr Kommentare auf einem Blog?

Mehr Kommentare am Blog

Viele Blogger veröffentlichen Artikel für Artikel und trotzdem bleibt immer eine große Null neben der Zahl der Kommentare stehen. Die Community und damit der Input Deiner Leser ist aber besonders wichtig.

Wie bekommt man nun aber mehr Kommentare auf dem eigenen Blog? Es gibt ein paar simple Techniken, die Deine Leser dazu anregen, einen Kommentar zu verfassen und sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen.

Nur 1 Prozent aller Leser hinterlassen Kommentare

Nein, das ist keine wissenschaftliche Erkenntnis aus langjährigen Studien, sondern einfach meine Erfahrung nach dem Betreiben von mehreren Blogs.

Und auch wenn man sich andere Blogger ansieht, wird man aus 100 Lesern nicht mehr als einen finden, der zu Artikeln einen Kommentar abgibt. Je nach Nische und Thema des Blogs kann diese Zahl sogar verschwindend kleiner sein.

Kommentare sind aber wichtig

Wenn jeder das Gelesene einfach so hinnimmt, ohne dazu Stellung zu nehmen oder seinen eigene Standpunkt zu dem Thema preiszugeben, dann wird der Blog irgendwann einmal wegen einschläfernder Leere sterben.

Meiner Meinung nach endet ein Artikel nicht dort, wo die Kommentare beginnen, sondern dort, wo sie aufhören.

Tipps für mehr Kommentare

Fragen stellen

Am Ende des Texts kannst Du mit einer Frage an Deine Leser ganz einfach zu mehr Gesprächen anregen. Die spezielle Frage kann aber auch gleich in der Überschrift gestellt werden.

Ganz egal wo Du Deine Leser für Input fragst, müssen sie das Gefühl bekommen, spätestens nach dem Lesen des Textes antworten zu wollen.

Auf anderen Blogs kommentieren

Andere Blogger kommentieren eher auf Deinem Blog, wenn sie sehen, dass Du Dich auch in der Blogosphäre betätigst und Deinen Senf zu anderen Artikeln gibst. Insbesondere der Blog-Betreiber, bei dem Du Deinen Kommentar hinterlässt, wird sich am ehesten auch in Diskussionen bei Deinen Artikeln beteiligen.

Regeln aufstellen

Durch gewisse Regeln und Richtlinien für Kommentare wird eine höhere Qualität gewährleistet und echte Kommentatoren tendieren eher dazu, sich zu Wort zu melden.

Eine Regel könnte beispielsweise lauten, dass man keine Schlüsselwörter als Kommentator-Name angeben darf.

Kommentatoren belohnen

Oft kennen sich die Stammkommentatoren sehr gut mit dem Thema Deines Blogs aus oder betreiben sogar selbst einen Blog in der Nische. Du könntest also diese Leser belohnen, indem Du sie in einem Deiner nächsten Artikel zitierst oder sogar auf relevante Artikel ihres Blogs verlinkst.

Gutes Kommentar-Design

Kommentare müssen sich ganz klar vom normalen Fließtext des Artikels unterscheiden können. Es sollte auch klar ersichtlich sein, wann (genaue Uhrzeit nicht vergessen) und von wem ein Kommentar verfasst wurde.

Aber auch das Abschicken-Formular muss sowohl hübsch als auch übersichtlich sein. Wenn sich Deine Leser dort nicht zurecht finden und Textfeld nicht von Namensfeld unterscheiden können, sind sie schneller weg, als Du BlogTipps sagen kannst.

Möglichkeit zum Abonnieren

Für das Antworten auf weitere Kommentare müssen die Kommentatoren natürlich auch wissen, wann geantwortet wurde. Es bietet sich also praktischerweise an, einen RSS-Feed für Kommentare zur Verfügung zu stellen.

Dadurch bekommst Du einerseits mehr Kommentare durch eine bessere Benutzerfreundlichkeit, und andererseits wird der Kommentarzähler durch die weiteren Antworten in die höhe getrieben.

Zum Kommentieren einladen

Ein Kommentarfeld nach dem Artikel ist schön und gut. Netter ist es aber, durch einen kleinen Absatz oder Vermerk Deinen Leser dazu einzuladen, etwas zum Artikel zu schreiben und zur Diskussion hinzuzufügen.

Auf Kommentare antworten

Dieser Tipp sollte eigentlich an erster Stelle stehen, da er am wichtigsten ist. Er kann aber erst durchgeführt werden, wenn Kommentare vorhanden sind, was Du durch die oberen Tipps bewerkstelligen kannst.

Wenn in den Kommentaren viele Fragen gestellt werden, Du aber keine davon beantworten kannst oder es nicht einmal versuchst, dann werden die Leute bald damit aufhören, zu kommentieren.

Und wie bekommst Du mehr Kommentare?

Hast Du irgendwelche speziellen Tipps oder Anleitungen, wie Deine Artikel garantiert für Diskussion sorgen?

am 5. Februar 2010
von Daniel Schilling

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Was jetzt?

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30 Kommentare

  1. Erdbeere am 5. Februar 2010 um 23:15

    Scheinbar mache ich alles richtig. Denn mein Blog ist noch keine 3,5 Wochen alt und ich habe bereits über 100 Kommentar. Knapp die Hälfte von mir, da ich jeden Kommentar meiner Leserschaft auch beantworte. Das gebietet die Höflichkeit :-)

    Deine guten Tipps, decken sich also mit meinen jungen Blogerfahrung, deswegen habe ich Dir ein Yigg verpasst ;-)

  2. Daniel Schilling am 5. Februar 2010 um 23:19

    Vielen Dank, Erdbeere. Das ist natürlich eine sehr tolle Zahl nach so kurzer Zeit, auf die Du stolz sein kannst. Ich werde Deinen Blog auf jeden Fall verfolgen.

  3. Mario am 5. Februar 2010 um 23:56

    Also an sich kann ich mich auch nicht beschweren. Ich antworte zwar nicht oft selbst in den Kommentaren, komme aber auch auf ordentlich Kommentare, der eine Beitrag bekommt eben mehr, der andere weniger ;-)

    Erdbeere, ich komme nach gut 4 Monaten auf 212, davon dürften ca. 10 von mir sein ;-) denke kommt immer auf die Themen an.

  4. Erdbeere am 6. Februar 2010 um 00:04

    Echt, oh toll, das freut und ehrt mich *g*.

    Dann auf bald!
    Erdbeere mit schläfrigen Gruß

  5. Tarik am 6. Februar 2010 um 00:49

    Ich muss gestehen, auf meinem Blog nicht wirklich viele Kommentare zu haben.

    Am Anfang lag es einfach daran, dass der Blog so gut wie keine Besucher hatte, mittlerweile bin ich aber (hoffentlich) auf dem richtigen Weg.

    Meine Beteiligung in anderen Blogs wird auch etwas reger… (Wie man hier jetzt sehen kann) :P

  6. Nils am 6. Februar 2010 um 01:20

    Ein weiterer Tipp ist, die Kommentarlinks auf follow zu setzen. Dann muss man zwar mit mehr Spam rechnen und manuell moderieren, aber bis jetzt haben wir keine Bestrafung festgestellt und der Content durch die User ist ja auch was :-)

  7. schuy´s am 6. Februar 2010 um 09:17

    Genialer Blog!
    Ich habe Dich mal verlinkt:

    http://www.schuys.blogspot.com

    Hoffe, dass das o.k. ist.
    LG
    Andrea

  8. Pascal am 6. Februar 2010 um 11:46

    Gute Tipps, die ich mal befolgen werde … bei mir sieht’s ja noch ‘n bisschen leer aus. :D

  9. Holger am 6. Februar 2010 um 12:15

    Ich glaube ja, man bekommt (fast) automatisch viele Kommentare, wenn man ein Blog übers Bloggen schreibt. Dann hat man schließlich eine sehr kommentarwillige Zielgruppe. Bei meinem (Finanz-)Blog sieht das anders aus – aber auch bei den meisten anderen Finanzblogs, die ich so verfolge. Immerhin, bei mir scheint es auch ein wenig bergauf zu gehen.

  10. Alex am 6. Februar 2010 um 12:56

    Ich denke, dass vor allem das “Möglichkeit zum Abonnieren” wichtig ist.
    Wie will man sonst die Kommentierer an seine Seite binden?
    Erstaunlich, dass es immer noch Blogs gibt, wo dies nicht gegeben ist. Müsste an sich als Standard eingerichtet sein, finde ich.
    Angenehmes Wochenende,

    Alex

  11. Markus am 6. Februar 2010 um 13:19

    Ich kommentiere nicht gern wo man Kommentare nicht auch per Mail abonnieren kann ;-) Kommentare per Feed zu abonieren kommt für mich zum Beispiel nicht in Frage, da mein Feed Reader eh schon überläuft. Leider verpasst man dadurch oft nette Gespräche die sich entwickeln.

  12. Daniel Schilling am 6. Februar 2010 um 14:03

    @ schuy’s

    Vielen Dank für die Verlinkung. Ich freue mich sehr darüber.

    @ Markus

    Kommentare per Mail zu abonnieren ist laut deutschem Recht nicht erlaubt und es fanden schon sehr viele Abmahnungen deswegen statt. Das muss erst über sämtliche nervige Bestätigungsmails laufen und trotzdem gibt es dann noch immer Lücken. Deswegen habe ich mich dafür entschieden, nur ein RSS-Abonnement anzubieten.

  13. Markus am 6. Februar 2010 um 14:18

    @Daniel Na ja nicht erlaubt ist ja nicht ganz richtig. Richtig ist wie Du sagst es muss eine Bestätigungsmail dabei sein. Wo die aber nervig ist, kannst wohl nur Du erklären? :-) Die wird einmal verschickt wenn man das erstemal ein Kommentar aboniert auf einem Blog und gut ist. Nervig ist was anderes find ich. Kommentare per Mail zu abonieren ist in der Bloggerszene durchaus weit verbreitet und sehr beliebt.

  14. Daniel Schilling am 6. Februar 2010 um 14:25

    @ Markus

    Vielleicht werde ich mich dafür entscheiden, auch die Mail-Variante zur Verfügung zu stellen.

  15. Florian Lerch am 6. Februar 2010 um 16:39

    Alles in allem bin ich mit den Kommentaren auf meinem Blog recht zu frieden. Aber es bleibt natürlich immer dieser gewisse Zweifel, ob die User den Kommentar wirklich ernst meinen und sie das Thema interessiert, oder sie ausschließlich schreiben, weil die eigene URL DoFollow verlinkt wird. Vielleicht sollte ich das mal umstellen und kucken wie es dann läuft.

  16. Matthias Hühr am 6. Februar 2010 um 21:27

    Ich sehe Kommentare nur als Option an, seine Kritik/Lob zum Artikel schreiben zu können. Zu viele machen nur zusätzliche Arbeit, wenn darin Fragen gestellt werden. Besser ist es die gesparte Zeit in neue Beiträge zu stecken.

  17. AnotherPCuser am 6. Februar 2010 um 22:58

    Wow, echt gute Tipps, vor allem das mit dem Zitieren gefällt mir! :)
    Hast du vielleicht auch Tipps über was man alles bloggen kann / sollte? (Falls du dazu schon einen Artikel verfasst hast entschuldige ich mich tausendfach, muss hier erstmal noch rumstöbern, bin über YiGG hierher gekommen.)

    Gruß

  18. Papagena am 6. Februar 2010 um 23:30

    Der Durchbruch kam bei mir tatsächlich, als ich mich selbst mit netten Kommentaren durch die Bloggerwelt bewegte.

    Man lernt sich mit der Zeit tatsächlich irgendwie kennen, kann den Anderen anhand seiner Texte einschätzen und es entwickelt sich daraus fast ein gewisser Dialog mit den Bloggern – und auf einmal waren auch bei mir die Kommentare da!

    Mann sollte allerdings tatsächlich darauf achten, SINNVOLL zu kommentieren, denn sonst sieht es schnell danach aus, dass man nur mal eben auf sich aufmerksam machen wollte…

  19. web-newspaper am 7. Februar 2010 um 11:01

    Aber wichtig finde ich, ist es auch, dass Personen kommentieren die z. B. von Google kommen und nicht von einem anderen Blog. Denn dann werden die Artikel auch gelesen, wenn du einmal nicht bloggst und das Problem haben – denke ich – viele ;)

  20. Stefan B. am 7. Februar 2010 um 16:28

    Hallo. Einige deiner Tipps sind sehr Interessant. Besonders am Ende des Texts direkt eine Frage stellen und somit den Leser direkt ansprechen werde ich demnächst mal in einigen meiner Artikel versuchen umzusetzen.

  21. Stefan B. am 7. Februar 2010 um 16:33

    Ich wollte noch ein paar Anmerkungen zu deinen Kommentarmöglichkeiten hier im Blog geben.

    Du sprichst in deinen Tipps die Möglichkeit zum Abonnieren an. Kommentar-RSS-Feeds finde ich nicht so gut, ich habe doch so schon so viele Feed im Reader. Mir gefällt die Möglichkeit eine E-Mail über neue Kommentare eines Beitrages zu abbonieren viel besser, auch wenn dann ab und zu mal eine paar E-Mails mehr reinkommen, ich werde aber aktiv benachrichtigt und muss nicht selber aktiv werden.

    Weiter wäre es auch immer ratsam den eigenen Kommentar noch 5-10 Minuten nach der Erstellung editieren zu lassen, dann steigt auch die Qualität des Kommentares und die Anzahl der Rechtschreibfehler sinkt :-)

  22. Tanja am 9. Februar 2010 um 10:26

    Nach meiner Erfahrung gibt es vor allem 3 Geheimwaffen für mehr Kommentare:
    - nofollow im Kommentarbereich abschaffen
    - Plugin subscribe to comments nutzen, sonst kommen viele Kommentatoren nur einmal pro Artikel und kriegen die Folgediskussionen nicht mehr mit
    - auf anderen Blogs kommentieren

  23. Matze am 9. Februar 2010 um 18:33

    Ein sehr interessanter Artikel.
    Kommentare machen manch einen Artikel erst richtig interessant. Es entsteht ein Meinungsaustausch, Diskussionen können sich entwickeln.
    Wie du ja schon geschrieben hast, sie machen einen Blog lebendig.

    Danke für’s folgen auf Twitter, beruht jetzt auf Gegenseitigkeit. ;-)

  24. Seodeluxe am 12. Februar 2010 um 14:33

    ” Plugin subscribe to comments nutzen, sonst kommen viele Kommentatoren nur einmal pro Artikel und kriegen die Folgediskussionen nicht mehr mit”

    @Tanja, das ist ein cooler Tipp. Das erlebe ich selber immer wieder, das ich einen Comment poste, nach Wochen mal wieder zufällig über das Blog stolpere und es dann schon viele gute Antworten gibt. Werde das Plugin mal einbauen bei mir.

    Cheers, Marcell

  25. Mainboarder am 15. Februar 2010 um 16:46

    Ich finde es irgendwie immer abstoßend, wenn im Post steht: Wie ist das bei dir? usw…, wenn dabei noch nichtmal ein Kommentar hinterlassen wurde.

    Mich regt dann sowas nicht zum Kommentieren an.

  26. Nila am 17. Februar 2010 um 19:29

    Da hast du ein paar sehr gute Tipps. Wobei ich noch immer Tipp 2 am Wichtigsten erachte.
    Ich mag es, wenn man per Kommi richtig schöne Diskussionen zu Stande bringt. Das belebt die Bloggerszene ;)

  27. Julchen am 23. Februar 2010 um 22:02

    Vielen Dank für eure super Tipps. Ich bin noch nicht so lange in der Bloggerwelt und hab auch noch nicht so wirklich Kommentare auf meinem Blog, ich glaub der Anfang ist da wirklich am schwersten.
    Und außerdem nimmt das sehr viel Zeit in Anspruch, wenn man tolle Artikel schreiben möchte. Den das soll die Blogger ja auch interessieren, und sie wollen Neues erfahren.
    Super Idee auch, nach Kommentaren zu fragen, werd ich mal machen! ;-)

  28. Rene am 8. Dezember 2010 um 13:43

    Es ist immer ratsam gleich über dem Kommentar-Formular bereits darauf Aufmerksam zu machen a lá “Und Ihre Meinung – schreiben Sie einen Kommentar” das ermuntert auch des öfteren zu kommentieren

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