Bindestriche in der Domain – Mit oder ohne?

Der Wahl einer guten Domain ist sehr wichtig und viele zerbrechen sich nächtelang den Kopf darüber, welche Adresse schlussendlich registriert werden soll. Ein wichtiger Faktor ist es, ob man sich für oder gegen einen Bindestrich in der Domain entscheidet.

Domain mit oder ohne Bindestrich?

Das ist jetzt die Frage, für die es keine allgemein gültige Antwort gibt. Will man nun beispielsweise eine so genannte Keyword-Domain registrieren, bietet es sich an, Bindestriche zwischen die einzelnen Wörter zu setzen. Eine Keyword-Domain ist eine Adresse, die sich nicht aus einem (Firmen-) Namen zusammensetzt, sondern durch beschreibende Schlüsselwörter gebildet wird.

Wenn man so will, ist die Adresse dieses Blogs auch eine dieser Domains, da die Wörter Blog und Tipps das Thema zu genügen beschreiben. Natürlich kann man BlogTipps aber auch als gut gewählten Eigennamen sehen, der sich hoffentlich in der Blogosphäre durchsetzen wird.

Jetzt muss man das Thema aus zwei verschiedenen Standpunkten betrachten. Was mögen die Suchmaschinen lieber, und was kann sich der Benutzer leichter merken?

Als Besucher

Hat man den Besucher einmal auf dem Blog, will man natürlich, dass er auch zu einem späteren Zeitpunkt wieder vorbei kommt und weitere Artikel liest. Nicht jeder mag sofort sämtliche RSS-Feeds abonnieren, sondern sich zuerst den Blog einmal genauer ansehen. Wenn da die Domain aber zu kompliziert ist, wird es schwer sein, dass sich Deine Leser diese merken.

Hast Du viele Schlüsselwörter in der Domain, erleichtern Bindestriche die Lesbarkeit. Je komplizierter die URL aber mit Bindestrichen und weiteren Zahlen wird, desto geringer ist die Chance, dass irgendjemand die Adresse direkt im Browser eingibt, geschweige denn, sich noch an die Adresse erinnern kann.

Als anderer Punkt gibt es die mündliche Verbreitung zu beachten. Du sitzt beispielsweise in einer Runde von Bloggern und sie fragen Dich dann nach Deiner Domain. Wie es gerade so kommt, hast Du natürlich Deine Visitenkarten nicht bei der Hand und musst die Adresse nun ansagen. Blog minus Tipps Punkt com oder Blog Bindestrich Tipps Punkt com klingt dabei einfach viel komplizierter als ein flüssiges BlogTipps com.

Als Suchmaschine

Für den Fall, dass Du die Probleme der mündlichen Propaganda aber nicht hast und vor allem auf Besucher von Suchmaschinen abzielst, eignet es sich durchaus, mit Bindestrichen zu arbeiten. Suchmaschinen interpretieren dieses Zeichen nämlich als Leerzeichen, und fassen so auch den Ankertext von Verlinkungen auf.

Wenn jetzt also ein Blogger auf mich verlinkt, sieht der von Suchmaschinen aufgefasste Ankertext ganz anders aus, wenn man mit oder ohne Bindestrich in der Domain agiert.

Hier ein Beispiel ohne Bindestrich:

  • Domain:
    http://www.blogtipps.com/
  • Ankertext:
    www blogtipps com

Und jetzt zum Vergleich mit dem Bindestrich:

  • Domain:
    http://www.blog-tipps.com/
  • Ankertext:
    www blog tipps com

Da musst Du also für Dich festlegen, ob Dir ein Ankertext mit oder ohne Leerzeichen zwischen den Wörtern lieber ist. Die verlinkenden Wörter sind für Suchmaschinen sehr wichtig, da sie ihnen Auskunft darüber geben, welcher Inhalt sich auf einer speziellen Adresse befindet.

Wieso habe ich den Bindestrich weggelassen?

Ich persönlich habe mich dafür entschieden, dass meine Domain auch einfach im Browser eingegeben werden kann. Generell bin ich kein Freund von Bindestrich-Domains und verwende diese meist nur bei Projekten, wo ich hauptsächlich auf Besucher von Suchmaschinen abziele.

Du solltest Dir also vorher gut überlegen, für welche Schreibweise Du Dich entscheidest. Es ist sehr schlecht, die Domain im späteren Verlauf noch zu ändern. Davon haben weder Deine Leser etwas, noch die Suchmaschinen.

am 27. Januar 2010
von Daniel Schilling

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Was jetzt?

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11 Kommentare

  1. Robbie am 27. Januar 2010 um 11:23

    Hallo Daniel,

    also meiner Erfahrung nach ist eine Domain, die eventuell auch noch ein Keyword behinhaltet besser geranked wenn sie einen Bindestrich hat, um die Wörter klar zu trennen.

    Viele Grüße

    Robbie

  2. Mario Hieber am 27. Januar 2010 um 12:40

    generische Domain = beschreibende Domain … verpeil ich grad was oder hast du da nen Widerspruch im Text?

    Bei kürzeren Domains bevorzuge ich ohne Bindestriche und bei längeren Domains mit (der Übersichtlichkeit halber). Leider hat man nicht immer eine Wahl (z.B. wenn viele Domains schon besetzt sind, wie es bei mir der Fall war ^^)

    Liebe Grüße,
    Mario

  3. Daniel Schilling am 27. Januar 2010 um 14:41

    @ Mario Hieber

    Leider hat man wirklich nicht immer eine Wahl und es sind schon die meisten guten Domains vergeben. Die Suche nach einer passenden Adresse wird also immer schwieriger.
    Das Wort hat da übrigens wirklich den Satz etwas verwirrend gemacht. Danke für die Anmerkung.

  4. Mario Hieber am 27. Januar 2010 um 15:09

    Ein Grund mehr schon vorsorglich Domains zu sichern für zukünftige Projekte… Erst vor kurzem ging es mir so, dass ich eine klasse Domain für ein künftiges Projekt gefunden habe… habe dann aber noch etwas über die Domain recherchiert und nach 30 Minuten war sie dann schon vergeben… ARGH!

    Liebe Grüße,
    Mario

    PS: Jetzt ist die Textpassage verständlicher! :)

  5. Daniel Schilling am 27. Januar 2010 um 15:14

    @ Mario Hieber

    So etwas ist dann immer extrem ärgerlich. Habe ich aber auch schon erlebt. Zwar nicht nach so einer kurzen Zeit, aber nach ein paar Tagen war die Domain dann weg. Ich hatte eine Phase, da war ich süchtig danach, Domains einzukaufen. Jetzt habe ich etwa 20 unbenützte Adressen aber keine Zeit dafür, die geplanten Projekte auch umzusetzen.

  6. Cookie am 27. Januar 2010 um 18:30

    @daniel das kenn ich nur zu gut. Hätte man einfach mehr Zeit… ;-)

    Übrigens danke fürs “followen”!

  7. Mario Hieber am 27. Januar 2010 um 18:41

    hehe, also süchtig war ich bisher noch nicht … ich hab eher einen “Ebook-Kaufrausch” … habe teilweise so viele E-Books hier die ich zeitlich gar nicht alle lesen kann … naja, alles step by step ;)

  8. SvenS am 27. Januar 2010 um 18:48

    @Daniel

    Das mit den Domains kenne ich, ich habe z.Z. auch 32 Domains im Lager brauche aber nur 2 bis 3 wirklich. Die anderen Lagern bei Sedo und verkaufen sich nach und nach im letzten Jahr habe ich 2 Verkauft, als das Geld kam war dann auch der Vserver bezahlt.

    Nachdem ich mal eine Domain gekündigt habe und die danach bei Sedo für 3000 Euro verkauft wurde gehen ich jetzt lieber den direkten weg.

    MfG SvenS

  9. streetballnacht.de am 4. Februar 2010 um 16:17

    ich würde tipps ohne 2p schreiben, also tips…

  10. Daniel Schilling am 4. Februar 2010 um 16:19

    @ streetballnacht

    Korrekt schreibt man aber: Tipps. Die andere Schreibweise verwendet man im Englischen.

  11. Alex Kempe am 6. Februar 2010 um 14:42

    @Daniel korrigierenderweise sollte man hier anführen, daß es beide Schreibweisen gibt im Deutschen, ein p alte Schreibweise, 2 p neue Schreibweise. Daß es im Englischen so verwendet wird, hmm Ende des 19. Jahrhunderts wurde Tip aus England überhaupt erst bei uns übernommen und eingedeutscht, mal so als Randbemerkung.

    Aber nun zum eigentlichen Thema. Ob nun mit oder ohne Bindestrich ist in meinen Augen lediglich Geschmacksache. Wenn ich mir eine Domain aussuche, dann muß sie mir in allererster Linie gefallen, ich muß damit identifizieren können. Ob ich mit meiner Wahl nun das Suchmaschinenranking beeinflusse oder nicht spielt für mich keine Rolle. Auch nicht, ob ich meine Seite vermarkten kann mit dem Namen oder nicht denn zum Geld verdienen gehe ich einem Beruf nach der so gar nichts mit Internet zu tun hat. Von reinen Keyword-Domains halte ich so gar nichts denn gerade Dinge wie Geld verdienen im Internet und dergleichen, wie man tonnenweise an Domains findet veranlassen mich nicht gerade zu einem Klick darauf. Das liegt unter anderem auch daran, daß viele Seitenbetreiber meinen, sie hätten wirklich ultimative Lösungen parat, schnell reich zu werden was absoluter Quatsch ist denn auf der einen Seite ist finanzieller Reichtum vergänglich und man versteht den Sinn von wahrem Reichtum nicht. Dazu passt ganz gut etwas von den Cree : “Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann”. Mehr gibt es von meiner Seite dazu nicht zu sagen.

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